Durchzug verhindern

Schöneres Debugging unter macOS bei penetrantem GetOpenFolderItem-Dialogfenster

Es ist ein kleines Ärgernis für Mac-Entwickler, das sich irgendwann in einem der letzten Systemupdates so um Sierra herum eingeschlichen hat: Benutzt man einen GetOpenFolderItem-Dialog und setzt dann einen Breakpoint, um den gewählten Dateipfad im Debugger zu betrachten, bleibt das Dialogfenster mit unschöner Penetranz noch geöffnet und liegt mit größter Wahrscheinlichkeit über genau dem Bereich des Bildschirms, den man eigentlich inspizieren wollte.

Im Programmablauf kann das Fenster noch auf geraume Zeit geöffnet bleiben, sofern sich eine längere Aktion mit der erhaltenen Datei anschließt. Verunsichernd für den Anwender.

GetOpenFolderItemHang.png

Der nun wirklich nicht gravierende, aber doch gerne Zeit kostende Fehler ist nicht bei Xojo zu suchen, sondern liegt an Veränderungen in Apples Grafikengines: Das System wird erst beim nächsten Bildschirmupdate Zeit finden, das Fenster zu schließen, und dieses findet erst statt, wenn das aktive Programm Prozessor-Zeit freigibt – was bei einem Break direkt nach GetOpenFolderItem bzw. einer sich anschließenden Methode noch nicht der Fall war.

Hier also ein Mini-Projekt, um schöneres Debuggen und schnelleres GUI-Verhalten zu ermöglichen. Und damit gleich ein kleiner Exkurs in relativ selten benutzte Xojo-Features wie Delegates.

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Gastbeitrag: Noch flexiblere Reports

Ein (der erste) Gastbeitrag auf Xojoblog von Martin T. Vielen Dank dafür!

Aufbauend auf den Beitrag vom 5. April 2017 geht es mit diesem Thema hier ein wenig weiter. Hilfreich dafür war der Beitrag „Xojo Reports: Query multiple tables in Body-Section (inline Reports)“ im Xojo-Forum.

Der Umfang von Xojos Report-Engine wird hier und da sehr kritisiert. Das liegt zum Teil an jahrelangen nicht behobenen „groben“ Bugs wie auch beispielsweise an der fehlenden Möglichkeit, eine dynamische Zeilenhöhe für Textausgaben mittels ReportField innerhalb des Body-Bereichs geliefert zu bekommen. Aber einige Beschränkungen lassen sich einfach umgehen.

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Neu ist das neue Alt

Gestern hat die XDC begonnen, die Xojo-Entwicklerkonferenz, diesmal in Denver, Colorado. Die ausverkaufte Veranstaltung zieht natürlich auch das Interesse der ferngebliebenen Xojo-Entwickler auf sich, und um deren Neugier nicht ungesund anschwellen zu lassen, gab es einen Live-Ticker im Forum, der ein wenig Apple-Keynote-Nostalgie aufkommen ließ. Hier übersetzte Auszüge daraus:

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Kurzhinweis für Raspberry Pi-Entwickler: kostenlose Lizenzen!

Die Ankündigung kam recht überraschend am PiDay 2018 und ist deswegen womöglich etwas untergegangen:

Xojo-Raspberry Pi-Lizenzen sind ab sofort kostenlos zu haben. Wer also als Pi-Entwickler bisher mit Blick aufs knappe Portemonnaie vor Xojo zurückschreckte, hat keinen Grund mehr, nicht in den Genuss der Entwicklung mit Remote-Debugging vom Desktop aus zu kommen. Einfach eine E-Mail an Xojo schicken oder via Twitter-DM anfragen, dann kommt der Lizenzcode postwendend.

Bunter Listboxen!

Mit der Listbox ist das so ne Sache: Einerseits ist sie wirklich leicht bedienbar, andererseits erscheinen ihre Ausgabemöglichkeiten sehr eingeschränkt.

Ganz so klein sind sie aber nicht, denn man hat die Möglichkeit, jederzeit die Paint-Events der Listbox zu übernehmen und Hintergrund sowie Text ganz frei zu gestalten. Das verwirrt viele Neo-Xojoisten, die gerne so etwas wie FormattedText hätten. Den kann es nicht geben, denn die Zellen einer Listbox sind keine statischen Objekte. Sie werden gemalt, wenn die Listbox erkennt, dass sie sichtbar sind, und legen sich wieder als reine Daten zur Ruhe, wenn der Benutzer sie außer Sicht scrollt.

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1 x FileMaker zu Xojo und zurück, bitte!

Letztens war ich im schönen Salzburg, und zwar strenggenommen bei der FileMaker Konferenz. Das namengebende, an sich wirklich sehr schöne Datenbankentwicklungswerkzeug ist durch die Lizenzentscheidungen des Herstellers ein wenig bedroht, zumindest was kleinere Projekte angeht, da die Fähigkeit zur Entwicklung von Stand-Alones, also ohne FileMaker laufende Projekte, immer weiter zurückgeschraubt wird und Datenbankkunden pro Arbeitsplatz eine FM-Lizenz erwerben müssen – was schnell so richtig ins Geld gehen kann und den Vertrieb kleiner Projekte (die berüchtigte CD-Sammlung, falls jemand überhaupt noch physische Datenträger sammelt) unlukrativ macht.

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