Rückschau auf die MBS-Xojo-Konferenz in Berlin, Teil II

 

Der Rest des ersten Tages in Stichworten:

Nach der Keynote von Geoff Perlman war dann MonkeyBread Software in Gestalt von Christian Schmitz, dem Veranstalter der Konferenz, an der Reihe. Christian gab einen Überblick über die neuesten Ergebnisse seiner 17jährigen PlugIn-Entwicklerkarriere.

Die Auflistung würde hier wohl den Rahmen sprengen. Wer die MBS-Xojo-PlugIns noch nicht kennt (sie erweitern Xojos Fähigkeiten mal eben um schlappe 62.000 Features), findet sie hier als Demoversion. Hübsch und mir unbekannt dabei: Das QuickLook-Plugin zeigt die Version, mit der ein Xojo-Projekt erstellt wurde.

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Christian Schmitz von MonkeyBread Software. Foto: Geoff Perlman

Jérémie Leroy, der von Geoff zum bestangezogenen Xojo-Entwickler gekürt wurde (auf dem Foto rechts), gab dann nicht nur einen Einblick in seine iOS-App Packr, die für viele Weitangereiste sicher recht hilfreich gewesen sein dürfte (die moderne Entsprechung des „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“–Spiels), sondern erwähnte auch zwei freie Frameworks für Xojo-Entwickler.

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Stéphane Pinel im Gespräch mit Jérémie Leroy. Foto: Geoff Perlman

Dies wären einerseits iRate, eine iOS-/macOS-Ergänzung zur Analyse der App-Benutzung und zur freundlichen Erinnerung des Benutzers, seine Bewertung im App Store abzugeben, und andererseits ThrottleSocket, eine Ergänzung für Xojo.Net.HTTPSocket, mit der es möglich ist, schlechtere Verbindungen, wie sie gerne mal im Mobilbereich auftreten, zu simulieren, um das Benutzererlebnis eines Anwender nachvollziehen zu können, der mit suboptimalen Verbindungen zu kämpfen hat.

Es folgte Mattias Sandström mit einem Vortrag über ein von ihm betreutes schwedisches Hochschulprojekt, in dem ein mit Xojo programmierter Raspberry Pi zur Steuerung und Kontrolle einer Geothermie-Heizung eingesetzt wurde (nachzulesen auch im XDev Magazin 1/2017). Der Erfolg des Projekts verdonnerte ihn dann auch prompt zum nächsten Raspi-Einsatz, diesmal mit Solarpaneelen.

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Vor dem Vortrag: Matthias Sandström. Foto: Geoff Perlman

Nächster im Reigen war Bob Keeney, der nicht nur Spaß mit der kreativen Verwurstung seines Namens im Rahmen seiner Projektbetitelungen hat, sondern eines davon auch in der Praxis vorstellte: BKeeney Shorts, zurzeit wohl das Reports-Tool für Xojo. Da Shorts mit ungeschütztem Sourcecode ausgeliefert wird, lässt sich der für den Endanwender integrierbare und in meinen Augen etwas nüchterne Report-Designer auch nach Belieben aufhübschen.

Joost Rongen und Paul Sondervan lernten sich auf einer früheren Xojo-Konferenz kennen  und gründeten daraufhin ein gemeinsames Softwareunternehmen. Über ihre Datenbankstrategien berichteten sie im gemeinsamen Vortrag.

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Joost Rongen erklärt, Paul Sondervan zeigt die Slides. Foto: Geoff Perlman

 

Stéphane Pinel, Xojo-Ingenieur und französischer Xojo-Evangelist, folgte mit einen äußerst humorvollen Beitrag zur OAuth-Integration in Xojo und wie er diese benutzt, um seine Twitter-Followerstatistik in enorme Höhen zu treiben.

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Stéphane Pinel in gewohnt lässiger Art, unterstützt von Jérémie Leroy am Rechner. Foto: Geoff Perlman

Den undankbaren letzten Vortragsplatz nahm Yousaf Shah ein, was sich aber als ausgesprochen gute Wahl erwies: Warmherzig, lebendig und mit einem Augenzwinkern referierte er zum Thema Push Notifications und Background Refresh in iOS und schaffte es damit, die Zuhörerschaft über das Feierabendbedürfnis und die mittlerweile doch arg verbrauchte Luft noch ein paar Minuten länger auf den Stühlen zu halten.

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Brillanter Redner: Youssef Shah. Foto: Geoff Perlman

Leider spielte an diesem Tag das Wetter nicht mit, sodass aus dem Grillen im Sommergarten ein Buffet im Restaurant wurde. Was der Freude zwar einerseits keinen Abbruch tat (Christians Statistik benennt über 100 Flaschen Bier und 25 Flaschen Wein als Verbrauchswerte), aber die Raumakustik war der Menge an Unterhaltungen nicht gewachsen. Kurzzeitig konnte man dem durch das Abtauchen in virtuelle Realitäten entkommen.

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Tom Catchesides in virtuellen Welten. Foto: Geoff Perlman

Schlussbemerkung: Herzlichen Dank an Geoff Perlman für die Veröffentlichungserlaubnis seiner Fotos, die – siehe ersten Teil – weitaus ansehnlicher sind als meine.

Weiter zu Teil III.

3 Gedanken zu “Rückschau auf die MBS-Xojo-Konferenz in Berlin, Teil II

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